Hundeliebe per Flugpost

Eine Hundeadoption aus dem Ausland ist wie eine arrangierte Ehe. Man lernt sich erst in der „Hochzeitsnacht“ kennen und kann nur hoffen, dass man sich riechen kann. Und so wurde vor 3 Jahren, als ein überaus aufgebrachter, weisser Akita Inu am Flughafen aus der Transportbox quoll, schnell klar, dass der „Honeymoon“ erst mal warten und der Alltag bewältigt werden musste.

Akita's - kleine wie grosse sind zauberhaft süss. Denn Akitas sind neben Chow Chow's, Spitzrassen oder den Chinesischen Foo's wohl jene Hunde, die am stärksten Plüschtieren ähneln. Und so verlor ich vor 3 Jahren ebenfalls mein Herz an einen Akita Inu. Weiss und bärchenhaft blinzelte er mir von einer Gratis-Anzeigenplattform zu, begleitet von einem herzzerreissenden Adoptionsgesuch.

Das Akita's keine Hunde für jedermann wären, hatte ich wohl verschiedentlich gelesen. Was das aber bedeutet, war mir dennoch nicht ganz klar. Denn selbst wenn man sich umfassend vorbereitet - wissen, was die Anschaffung eines Hundes bedeutet, weiss man erst, wenn man ihn einmal hat.

 

 

Herz über Kopf

 

Archie flog am 4. Juli 2012 aus Spanien zu mir. Der Transportbox am Flughafen entquoll ein überaus aufgebrachter Hund. Aufgebracht deshalb, weil er durch die Aufregung und den langen Transport ganz dringend musste und verzweifelt ein stilles Örtchen suchte. Da weder die Tierbegleiterin noch ich den Gemütszustand von Archie korrekt einschätzen konnten, setzte er einen riesigen Hundehaufen im Ankunftsgebäude in Zürich-Kloten ab. Heute weiss ich, wie schlimm das für ihn gewesen sein muss, sucht mein Hund doch stets umständlich einen passenden, diskreten Platz …

 

Wer nichts weiss, muss schneller lernen

 

Das erste Jahr war hart für uns beide und brauchte viel Energie, Durchhalte- und  Lernwille, Training und Nerven. Denn selbstverständlich weiss man bei einem Auslandhund viel zu wenig über Wesen, Vorgeschichte, Eigenarten und Fehler. Und so gab es nur eins: mit einem sensiblen Hundetrainer schauen, dass  Archie und ich so schnell wie möglich zu einem guten Team wurden.

 

Dies ist geglückt, und in den vergangenen Jahren waren Archie und ich nur selten getrennt. Für und dank ihm habe ich mein Leben vollkommen umgestellt. Nach wie vor gibt es Punkte an ihm, die ich nicht vollkommen durchblicke, aber wir lernen täglich voneinander.

 

Ich werde nun regelmässig verschiedene Themen zu Akitas, Hundethemen im Allgemeinen, Problemen, Training, Fütterung usw. anschauen und freue mich über Anregungen, Fragen und Hinweise.

Mit 40 ein Senior?

Einblicke ins einzige Papageien- und Tieraltersheim der Schweiz....

 

Papageien können 50 bis 60, ja manche gar über 80 Jahre alt werden. Nicht viele Halter der prächtigen Vögel sind sich dessen bei der Anschaffung bewusst. Und so lebt mancher Ara, Kakadu, Graupapagei oder Lori während mehrerer Jahrzehnte zufrieden mit seinem Besitzer - bis dieser ins Alter- oder Pflegheim umzieht oder verstirbt. Aber wohin mit einem lauten, anspruchsvollen Tier, dessen Haltung strikten Auflagen bezüglich Vergesellschaftung und Volierengrösse unterliegt? Im Papageien- und Büsihof haben 195 dieser schönen Vögel aber auch Katzen, Hunde und verschiedene andere Tiere einen Lebensplatz gefunden…